Melaten - die geschlossene Abteilung für die, die darüber reden wollen.

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user2442

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Vor den mittelalterlichen Toren Kölns liegt Melaten, ein Ort an dem Aussätzige lebten, also Lepröse und andere undefinierbare Leiden, die ansteckend sein könnten. Heute ist Melaten einer der ältesten aktiven Friedhöfe der Stadt, er gilbt als der Schönste und es gibt sogar Führungen über das Gelände. Einige Prominenz ist hier bestattet von den Kölner Originalen wie Willi Ostermann bis zu Guido Westerwelle, die eigentlichen Sehenwürdigkeiten sind aber die alten ehrwürdigen Grabmahle und die Ruhe mitten in der Stadt. Eingefasst ist der Friedhof heute von seiner Hauptschauseite von einer neogotischen sehr langen Mauer. Wir können es ja so halten : Covid 19 ist da, wir müssen uns damit arangieren und irgendwie klar kommen. Das wird uns noch einige Zeit begleiten, ob wir das wollen oder nicht. Die einen wollen einen Ort an dem man auspannen kann und einfach mal auf andere Gedanken kommen kann und das ist richtig und wichtig. Die anderen müssen darüber reden und finden hier Gleichgesinnte die man mag - klar will man mit denen auch über die Pandemie reden. Lasst uns das Forum ein wenig sauber halten, so kommen alle zu Ihrem Recht. Das ist nicht so negativ gemeint wie es erst mal klingt, so wie auch Melaten nicht das Gruselkabinett war, für das man es gerne hinstellt. Also ich stelle mal eine sehr große Kanne Kaffe und eine Auswahl Kekse aus den Tisch, greift zu, erzählt wo Euch der Schuh drückt.
 
So morgentlichen Gartenrundgang gemacht, ein zweiter Kaffe wäre jetzt prima. Was mir so auffällt ist die Agression die sich so einschleicht überall. Hier ist alles gut, aber in einem anderen Forum (ganz anderes Thema) scheinen die friedlichsten Mitglieder am Rädchen zu drehen. Sei es Einsamkeit, Langeweile, Unausgeglichenheit, eine Mischung aus allen ? Bei mir selbst merke ich Zeit ist etwas relatives - nicht das ich zuviel davon hätte, nein sie rinnt auch jetzt - aber Wochentage haben kaum Bedeutung, Feiertage sind nur deshalb toll, weil die Baustellen schweigen und mein Zeitgefühl ist weg. Wie lange dauert der Mist jetzt schon ? Kann ich mir nun deshalb ungefähr merken, weil die erste Maske hatte ich im Wintermantel in der Tasche bis zum einkauf, jetzt ärgere ich mich das Sommerkleider so selten Taschen haben. Die Freibäder machen auf und statt sich zu freuen, das man ein paar Bahnen ziehen könnte unkt man das es ja keine Freiheit gebe im Freibad. Manche Schelte verstehe ich einfach nicht.
 
Ich denke, das die "Quarantäne" vielen gezeigt hat, das sie sich einfach nicht beschäftigen können. Bzw sich nicht zuhause aufhalten können. Mir persönlich ging dieses "Mimimi, wir können nicht shoppen gehen, nicht ins Café blabla" tierisch auf den Geist. Das die Leute aggressiver werden, fällt mir beim Einkaufen regelmäßig auf. Bedeutend finde ich auch, das die Zahl häuslicher Gewalttaten eklatant angestiegen ist. Daraus lässt sich folgern, das viele Beziehungen nur klappen, wenn man sich recht wenig sieht. Wir haben auch so ne Type in der Nachbarschaft, der bis jetzt auf Kurzarbeit war, und in der Zeit, seine Nachbarn und deren Kids ( also u.a. uns) meinte, laufend ankeifen zu müssen. Dummerweise wohnen wir jetzt hier, und ich habe ihm auf meine allgäuerisch-sympathische Art erklärt, was die Folgen seines Handelns sein könnten. Da ich in meiner Wut dazu neige, in den Heimatdialekt zu verfallen, hat er mich bestimmt nicht verfallen, aber meine Mimik hat ihn wohl überzeugt :wiki1 :p
 
Häusliche Gewalt war zu erwarten. Nicht jeder hat das Glück genügend Platz zu haben, und wenn alles nahe auf der Pelle hockt, bleibt Gereiztheit nicht aus. Meine Nachbarin erzählte am Gartenzaun, (sie ist Grundschullehrerin) das viele Kinder einfach verstummt sind. Sie sagen nichts, erzählen nichts und einige sind überhaupt nicht erreichbar. Einige haben keinen PC oder keinen Zugang dazu, und ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt, ob vielen Familien überhaupt genügend Geräte vorhanden sind. Scheinbar nicht, denn es sie erzählte auch das bei einigen Familien nur die Großen ans Gerät dürften, weil es bei denen ja wichtiger sei ... Ich glaube da kommt noch viel Unschönes ans Licht, wenn mal alles wieder normaler läuft. Dazu kommen Existenzängste, und auch die Angst vor Krankheit, nicht zu vergessen all die armen Socken die auf eine OP warten und Schmerzen, Beeinträchtigungen oder einfach Angst vor zB Krebs haben, weil man das nicht abklären/ausschließen kann. Leute die sich nicht zum Arzt/Zahnarzt trauen, aus Angst sich die Suche zu fangen, stehen den Leuten entgegen die meinen die Seuche sei eingebildet. Hässliche Randgruppen versuchen die Situation für sich zu nutzen. Einige wenige sind so laut das man das Gefühl hat alle seien Bekloppt , dabei ist es eigentlich nur dieser Effekt : :fliege
 
Dein Vergleich gefällt mir. Ja, solche Situationen bringen all das Hässliche zu Tage, was normalerweise schön hinter verschlossenen Türen verborgen bleibt. Mir tun all diejenigen leid, die in einem Wohnklo ohne Garten ihr Dasein fristen müssen. Und das Schlimme ist, das die Leute zu viel Zeit haben nachzudenken. Dann kommt meistens Blödsinn raus. Die Tage hat mir eine Kollegin eine Anzeige eines "Naturheilkundigen" gezeigt. Er verkauft verdünnte Salzsäure. Und wenn man diese trinkt bleibt man gesund. Wie mich solche Scharlatane ankotzen...
 
Ohh ja die Scharlatane und Verschwörungstheoretiker haben gerade Sternstunden und ein Pubikum das ihnen normalerweise gar nicht zugänglich ist. Und OT : Westerwelle ich kein Kölner Orginal sondern halt "nur" Prominenz, ich bin mir nicht mal sicher ob der aus Köln ist oder je hier gelebt hat.
 
"Während sich Viren leicht in schwachen Körpern ausbreiten, passiert das Gleiche mit Verschwörungstheorien in schwachen Geistern - besonders wenn Antikörper in Form von Bildung fehlen..." Ist nicht von mir, habe ich letztens gefunden, und es passt aktuell ziemlich gut.
 
Was ich auch immer wieder in Gesprächen - also ganz real von Mensch zu Mensch - feststelle ist,dass es offenbar mittlerweile zwei Gruppen in der deutschen Gesellschaft gibt -- zumindestenst treten sie öfter in Erscheinung --. Einmal die Leute,die das gesamte (!) Krisenmanagement der Bundesregierung in Bausch und Bogen ablehnen und als völlig falsch ablehnen und dann diejenigen,die umgekehrt argumentieren (?) und alle (!) Massnahmen und alles (!) Vorgehen der Bundesregierung ohne wenn und aber toll finden und jede Kritik daran als eine Art Landesverrat betrachten---dazwischen scheint es kaum eine Haltung zu geben....oder sie tritt nur nicht so plakativ in Erscheinung.
 
Das stimmt, genau das sind die beiden Gruppen, die am lautesten (und fast schon penetrantesten) auf- und in Erscheinung treten. Diejenigen, die sich dazwischen befinden, und auch moderat gemäßigt argumentieren, sind meist recht leise unterwegs. Ich finde nicht alle Maßnahmen der Regierung gut. Zum Beispiel bin ich der Meinung, dass die Lockerung der Maßnahmen mindestens zwei Wochen zu früh erfolgt ist. Warum ich das meine? Weil meine Frau hier bei uns im Klinikum auf einer der Intensivstationen arbeitet, und tagtäglich mitbekommt, was wirklich Realität ist. Nicht geschönt durch Medien oder selbsternannte Profis, sondern live und in voller Härte. Weil sie täglich sieht, wie auch Menschen um die 30 rum - ohne jegliche Vorerkrankungen - elend an Corona verrecken. Weil Menschen auf die Intensiv kommen, die gestern noch topfit waren, und heute beatmet im Koma liegen. Und weil keiner von denen, die dort hinkommen, die Station wieder lebendig verlassen hat. Keiner. Null. Nada. Niente. Und angesichts dessen ist jedes Leugnen oder Schönreden von Leuten, die null Ahnung, aber massig Meinung haben, ein Schlag in die Fr*** für jeden einzelnen Patienten und Angehörigen. Bei aller Liebe, allem Respekt, und ohne jemanden zu nahe treten zu wollen... Aber ich kenne keinen einzigen der Angehörigen (oder mittlerweile vielfach nur noch 'Hinterbliebenen'), die irgendwas an Corona leugnen oder in Frage stellen. Es ist echt immer leicht, irgendwas zu 'beurteilen', wenn man selbst nicht betroffen ist. Dann sind die Statistiken halt nur nüchterne Zahlen, völlig anonym. Aber wer selbst seine Eltern oder Familie dadurch verloren hat, denkt mit einem Mal völlig anders.
 
Mich interessiert, wann es endlich verlässliche und preiswerte Antikörpertests gibt... und ob das Virus stabil bleibt oder wie Influenza zu schnellen Mutationen neigt... Aber zu beiden Fragen wird es noch länger dauern. Leider.
 
nichts des do trotz sind die wahren Verlierer die Kinder und Mütter. Anstelle nach Lösungen für die Kinder zu suchen, verschwendet man Tests für Fussball. Als ob das Lebensnotwendig wäre. Die Mütter haben Doppelbelastung durch Arbeit und Kinderbetreuung. Mir zahlt keiner den Finanziellen Schaden. Mein Mann is Hauptverdiener, also setzen wir alles daran das er arbeiten kann. Die Kinder wollen bespasst werden. Aber bitte so, das es Ihrer Entwicklung gut tut u d nicht nur vorm Fernseher parken. Oft haben die Mütter aber keine andere Wahl weil sie arbeiten müssen. Ich hab von vielen Familien mitbekommen, das die Kinder vormittags sich selbst überlassen werden müssen. Ist das nicht schrecklich? Notbetreuung findet am Papier und in den Medien statt. Ab Montag wieder kiga? Unser kiga weiß davon nichts. Die Spielplätze laufen über. Wo ist jetzt da der Unterschied ob die Kinder am Spielplatz spielen oder im Kindergarten??? Von meiner Freundin die Mutter ist Erzieherin. Die gehört zur Risikogruppe und ihr einziger Schutz ist eine Maske und selbst da ist sie angehalten aus Kostengründen diese mehrfach zu benutzen. Kassierinnen werden mit Glasscheiben geschützt und die Erzieherinnen haben die A Karte. Die Zahlen werden geschönt. Meine Freundin arbeitet im Klinikum und hat erzählt, sie bekam die Info das im gesamten Klinikum 13 Fälle sind. Da musste sie lachen, allein 7 waren auf ihrer Station.... und das is keine kleine Einrichtung. Ich weiß im Moment wirklich nicht mehr was richtig oder falsch ist. Einerseits sieht man sein weinendes Kind das seine Freunde vermisst andererseits sieht man wie sie sich am Spielplatz freut sie zu sehen und hat aber gleichzeitig Angst das was passieren kann.
 
@Raginhild Ein Antikörpertest wäre nur begrenzt hilfreich - bis ein Infizierter Antikörper bildet vergeht einige Zeit, in dieser Zeit (und vor Auftreten von Symptomen) ist derjenige aber schon infektiös. Zur Früherkennung brauchts einen Antigentest. Um zu klären ob jemand symptomlos eine Infektion hinter sich hat und somit nicht mehr ansteckungsgefährdet ist wäre ein zuverlässiger Antikörpertest allerdings hilfreich, ja. Zum Thema Umgang mit Infos aus dem Netz zitiere ich gern noch mal den von mir sehr geschätzten Dr. Eckart von Hirschhausen: "Lieber desinfiziert und informiert als desinformiert und infiziert!" Leute, sucht Euch Eure Infos aus seriösen Quellen wie dem RKI, dem Podcast von Prof. Drosten oder anderen Virologen und Epidemiologen, schaut Euch genau an wer das ist der Euch da gerade was erzählt und was denjenigen qualifiziert Aussagen zu treffen. Und glaubt vor allem nicht denjenigen die Euch weismachen wollen dass das alles ja "bloß eine Grippe" ist, dass das Tragen von Alltagsmasken schädlich wäre und so weiter. Nehmt die Sache ernst und seid noch eine Zeitlang vernünftig, haltet Abstand und tragt in der Öffentlichkeit eine Maske, dann sehen wir uns alle irgendwann bei Veranstaltungen wieder - und ich zumindest möchte gern dass dann auch wirklich alle noch dabei sein können! :trink02 :tanz01
 
@Schwester_Amalia - Es gibt nur einen wahren Verlierer - und das sind die Toten. Für alle anderen ist es doof, unschön, unbequem, aber sie können weiter leben, und sollten dafür dankbar sein. Bei einer solchen Krise mit weltweitem Ausmaß gibt es leider keine fertigen Patentrezepte oder Pläne in der Schublade. Die hat Deutschland nicht, und bisher auch kein anderes Land der Welt. Viel Chaos ist auch einfach unserem heutigen System geschuldet. Vor hundert Jahren hätte keine einzige Familie ein Problem damit gehabt, dass die Kinder mal ein paar Wochen lang zuhause bespaßt werden müssen. Da war die Familie als kleinste soziale Einheit anders strukturiert. Da gab es noch die klassische Rollenverteilung, wo die Frau sich um Kind und Haushalt gekümmert hat. Die waren es einfach gewohnt, sich mehr mit den Kindern zu beschäftigen als heute. Und nein, das Modell damals war nicht besser als unser heutiges, es war nur völlig anders. Da wären Probleme halt an anderer Stelle aufgetreten. Vor hundert Jahren wäre beispielsweise Homeoffice völlig undenkbar gewesen. Ich finde es erschreckend, dass etliche Familien heutzutage nur dann funktionieren, wenn alle Beteiligten sich 'Dank' Arbeit, Schule, Vereinen etc. einen Großteil des Tages erfolgreich 'aus dem Weg gehen' können. Das gibt mir hinsichtlich des sozialen Verständnisses solcher Familien arg zu denken und macht mich auch sehr traurig. Ja, Kinder leiden teilweise sehr stark, keine Frage. Das kann man auch nicht schön reden. Da ist halt wieder die Familie gefragt, das so gut wie möglich aufzufangen, und den Kindern Alternativen zu bieten. Macht mich dann auch wieder sehr traurig, dass etlichen Eltern nichts besseres einfällt als 'Fernsehen'. Schön die Verantwortung für die Entwicklung des Kindes abgeben... Dabei ist es gerade heute doch so einfach geworden, selbst als unkreativer Mensch Ideen zu finden. Alleine YouTube ist voll von Anregungen, was man mit seinen Kindern spielen kann, wie man sie motiviert, und und und. Da sind Fernseher und Computer echt nur primitive Ausreden, weil man sich mit seinen Kindern einfach nicht beschäftigen will (!).
 
@Hendrik1975 ich seh das Problem weniger darin das wir verlernt haben was wir mit unseren Kindern unternehmen sollen, wenn wir Zeit haben machen wir sehr viel mit Ihnen zusammen. Gestern sind wir z.B. zu unserem Lagerplatz gefahren und haben Fotos für meine Gruppe gemacht. :-( gestern hätten wir eigentlich beim Spectaculum in Worms aufgebaut ... Wir basteln mit den Kindern, meine Frau bringt unserem 6 jährigen gerade Schach bei ... ich geh mit beiden in die Werkstatt schmieden ... wir lesen viel und Versuchen Fernsehen auf ein minimum zu reduzieren. Aber: ich arbeite die ganze Woche Vollzeit ... nicht Homeoffice, bin also erst abends daheim. Meine Frau muss die kompletten Vormittage im Homeoffice arbeiten und das hauptsächlich mit Telefonkonferenzen .... da kommst du mit einem 3 und 6 Jährigen nach ein paar Wochen schnell an die Grenze. Wir haben meiner Meinung nach verlernt das wir als Eltern nicht dafür da sind unsere Kinder rund um die Uhr zu bespassen ... ich kann mich als Kind erinnern das zwar immer jemand da war . . ich und meine Geschwister aber uns dem Tagesablauf der Eltern/Grosseltern anpassen mussten. Da hat man auch allein gespielt ... Ich merks an meinen Kindern auch .. wir sind teilweise viel zu sehr Helikoptereltern und haben ihnen nicht beigebracht sich selbst zu beschäftigen.
 
... und wir haben noch Glück. Wir wohnen auf dem Dorf in einem freistehenden Haus mit Garten und einer kleinen Werkstatt. Da die Schwimmbäder so schnell nicht aufmachen haben wir jetzt noch einen Pool aufgebaut. Wenn ich mir vorstelle ich wohn in einer Stadt in einer kleinen Wohnung ohne Garten in dieser Zeit ... da kann ich den Eltern gut nachvollziehen das sie wenn beide einen Job haben komplett am Stock gehen. Ich war früher auch immer der Meinung wenn man Kinder haben möchte muss halt einer zuhause bleiben ... mit 2 haben wir mit unserem Ältesten dann mal eine Kita ausprobiert .... er wollte da nimmer weg ;-) .... und mit unserem Jüngeren ist es das Gleiche.
 
Wir müssen unsere Kleine jetzt in die Notbetreuung geben, da ihre Schulzeiten dermaßen beschissen sind, das wir nicht mal ansatzweise eine Chance haben, sie pünktlich abzuholen, und die Schule ist so herrlich unflexibel, das sie nicht mal FÜNF Minuten auf dem pausenhof warten darf. Da können sie mich mit ihrem Applaus für systemrelevante Jobs gepflegt am Allerwertesten l..... . Und ja, wir sind darauf angewiesen Vollzeit arbeiten zu gehen, da zumindest bei uns in der Gegend, die Zeiten vorbei sind, wo es gereicht hat, das einer arbeiten geht. Ich bin auch der Meinung das die Lockerungen zu früh kommen. Die Mund Schutzpflicht kam zu spät Das wird eine zweite Welle geben vom Feinsten. Ich bin mittlerweile auf Arbeit drauf angewiesen meinen Mundschutz zu tragen, bis er auseinander fällt, und zeitgleich verkaufen sie im Ramschladen gegenüber die Teile für 2€ das Stück. Hauptsache die Hirntoten können ihrem Lieblingsverein wieder beim Bolzen zugucken. Das ist ja auch wichtiger. Ich bin kein Gegner unserer Regierung, aber so manche Gesichtsbarracke erhöht meinen Maaloxan Konsum exorbitant, sonst explodiert mein Magen noch.
 
Lasst die Fußballer "arbeiten", sie eignen sich als Versuchskaninchen viel besser als unsere Kinder. :D Das Fußball statt findet ist die Brot und Spiele Lösung, das hat schon im alten Rom geklappt. Naturlich vermissen Kinder ihre Freunde,ihren Tagesablauf und ihre Routine ! Noch nie war ich so dankbar das meine erwachsen sind wie jetzt in dieser Situation. Ich frage mich immer was wäre die Alternative ? Das die Kinder sich im Kindergarten gegenseitig anstecken ? Die Seuche zu den Großeltern schleppen ? Die Familien brauchen Hilfe, aber das kann eigentlich nicht die Öffnung der Kitas sein, noch nicht. Es müsste evtl beim Arbeitgeber beginnen oder aber auch beim Untereinander zwischen Kollegen, da ist Solidarität gefragt. Vieles beginnt in den Köpfen. Eine Patentlösung gibt es noch nicht. Ich bin noch zu einer Zeit groß geworden, in der es normal war, das die Frau Hausfrau war. Trotzdem hockten kleine Kindern Stunden im Laufstall und weinten, weil putzen und all das so viel wichtiger war. Redet Euch nichts schön, das waren auch keine goldenen Zeiten. Wie ist denn die Akzeptanz für Männer im Erziehungsurlaub oder Kinderbetreung ? Wir sind in all dem ungeübt ! Im Masken tragen, im Abstand halten, überhaupt im ertragen von Kriesensitutionen. Einerseits finde ich wir sollen langmütig und rücksichtsvoll miteinander umgehen, andererseits wünsche ich mir eine Kasperklatsche*, für jeden der seine Maske unter der Nase trägt oder nicht weiß wie viel 1,5m sind. *Kasaperklatsche, das Ding mit dem Kasper das Krokodil verhaut.
 
Punkt eins sollte m.E. ein offenes, klärendes Gespräch mit dem Chef sein. Soviel Menschlichkeit besitzen sogar meine beiden, und ich bin ihnen dankbar, das es durch gewaltiges Dienstplantauschen möglich ist, das einer von uns zuhause den Lehrer spielt. Es geht ja nicht nur um Betreuung, sondern der Schulstoff will ja auch durchgepaukt werden. Und wenn ich sehe, was da unterrichtet wird, wundert mich nix mehr, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe so das Gefühl, das einige bzw viele sich jetzt das erste mal mit ihrer Brut auseinander setzen müssen, was man ja vorher schön abschieben konnte. Weil man ist ja den ganzen Tag arbeiten usw usf. Natürlich sollen sich Kinder auch allein beschäftigen und man muss nicht den ganzen Tag hinterherrennen wie eine Glucke. Dich irgendwann kommt halt die Stunde wo man (Achtung böse) zum äußersten greifen muss, und sich mit ihnen beschäftigt. Man muss ja nicht immer den Barbiekopf frisieren.Das ist auch nicht meins. Ein Spaziergang mit einem Gespräch wirkt manchmal Wunder. Leider ist es, zumindest hier, nicht mehr möglich, wie zu meiner Zeit, durch die Wälder zu streifen, weil irgendein Volldepp immer morgens aufsteht, und einen anzeigt, weil man sein Kind mal von der Leine lässt. Die Idee mit der Kasperlklatsche finde ich Bombe. Und beim Wiederholungstäter wäre doch ein Zurschaustellen auf dem Dorfplatz hervorragend. Die Schande, was die Nachbarn denken könnten, schmerzt den Deutschen ja mehr als eine Geldstrafe. ;-)
 
Ich war eben einkaufen - um 7 Uhr morgens, weil es da noch nicht so voll ist und ich weniger Grund hab mich aufzuregen. Kann ich nur empfehlen. Aber die Idee mit der Kasperlklatsche ist mir trotzdem extrem sympathisch.... Hmmm - @Raginhild hatte doch so eine tolle Fliegenpatsche mit einer Lederfleppe vorne dran, ich glaub ich frag mal wo sie die her hat... :evil: :fliege
 

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